Familienthaler kritisieren Informationspolitik zum Eingeschränkten Betrieb in KiTAS

Die durch die Covid-19 Pandemie einhergehende Schließung von KiTas und Schulen brachte viele Familien in eine schwierige Situation. Auch nach drei Monaten und der Einführung von Notdiensten ist diese weiterhin für einen Großteil der Familien sehr angespannt und kritisch.

Die niedersächsische Landesregierung hat ab dem 22.06.2020 eine Rückkehr zu einem eingeschränkten Regelbetrieb in den KiTas angekündigt. Diese Veröffentlichung hat bei vielen Familien die Hoffnung ausgelöst, dass schrittweise ein geregelter Alltag zurück kommt und ihre Kinder wieder an frühkindlicher Bildung und Förderung teilhaben können.

Dieser öffentlichen Ankündigung folgte bis zum 17.06.2020 jedoch keine neue Corona-Verordnung für die Kommunen und Träger, so dass diese weiterhin nach der bis dahin gültigen Verordnung agieren mussten. Die nun entstandene Kurzfristigkeit lässt erwarten, dass die Umsetzung verzögert erfolgen wird und die aktuellen Betreuungskapazitäten (Notbetreuung) vorerst weiterhin Bestand haben werden.


Durch Elternbriefe haben in den vergangenen Tagen sowohl die Gemeinde Lilienthal als auch ein Großteil der freien Träger diesen Zustand weitergegeben, was bei den meisten Familien zu sehr viel Unmut und Unverständnis geführt hat. Eine Situation, die durch die Umsetzung einer neuen Verordnung hätte vermieden werden können. Im Zeitalter der digitalen Informationstechnologie kritisieren wir dieses Vorgehen scharf.

Parallel dazu bereiten sich die KiTas in Lilienthal unterschiedlich auf eine zu erwartende neue Verordnung vor. Während in manchen KiTas aktiv auf Eltern zugegangen und Bedarfe ermittelt werden, scheint es so, dass in anderen Einrichtungen keinerlei Maßnahmen getroffen werden. Auch dieses Vorgehen führt verständlicherweise zu großer Unzufriedenheit bei Eltern.

Als Elterninitiative plädieren wir dafür, dass sich Träger und KiTa-Leitungen gemeinde- und kreisweit abstimmen und in direkter Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Eltern ein gemeinsames Vorgehen entwickeln. Auch wenn die Landesregierung hier kurzfristige Tatsachen geschaffen und dadurch die Kommunen und Träger mit den Probleme „alleine“ gelassen hat, so sehen wir diese dennoch in der Pflicht, eine vernünftige und sorgfältige Kommunikation mit den Eltern zu suchen. Es sollte umgehend in allen KiTas gleichermaßen eine Umsetzung des eingeschränkten Regelbetriebs, gemäß Vorgabe und lokalen Ressourcen, vorbereitet werden.

Die Familien haben in den letzten Monaten sehr viel leisten müssen – ebenso wie Kommunen, Träger, Einrichtungsleitungen und nicht zu Letzt die Fachkräfte vor Ort. Es gilt nun,zu einem überregionalen, guten Miteinander zurück zu finden und gemeinsam transparent und lösungsorientiert zu arbeiten.